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		<title>soundpoetik</title>
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		<title>die Stimme des anderen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 12:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Schrei]]></category>
		<category><![CDATA[Wallace Stevens]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>When the mind is like a hall in which thought is like a voice speaking, the voice is always that of someone else.</p> <p>Wallace Stevens, Adagia</p> <p>Wie oft wird in den Gedichten von Wallace Stevens geschrieen? Nicht laut, nur nah. Immer ist]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>When the mind is like a hall in which thought is like a voice speaking, the voice is always that of someone else.</p></blockquote>
<p>Wallace Stevens, <em>Adagia</em></p>
<p>Wie oft wird in den Gedichten von Wallace Stevens geschrieen? Nicht laut, nur nah. Immer ist es eher die Vorstellung von einem Schrei, oder die Vorstellung von Schreien, von der abstrakten Mehrzahl, in der nicht mehr recht unterscheidbar ist, wo ein Schrei anfängt und &#8211; vor allem &#8211; wo er aufhört. Joachim Sartorius übersetzt:</p>
<blockquote><p>Wenn der Geist wie eine Halle ist, in der Denken wie eine Stimme ist, die spricht, dann ist die Stimme immer die eines anderen.</p></blockquote>
<p>Welche Resonanz braucht die poetische Stimme im eigenen Denken? Ist die Resonanz schon das eigene Sprechen, in dem das Denken dann erlischt?</p>
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		<title>The Voice</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 08:31:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p> <p>THE VOICE </p> <p>Bewegte Bilder werden in Ton gewandelt, Gegenstände werden zu Instrumenten. Ihr Klang ist abhängig von Form und Farbe. Die Utopie der sichtbaren Stimme.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/1919719?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="400" height="321"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/1919719">THE VOICE </a></p>
<p>Bewegte Bilder werden in Ton gewandelt, Gegenstände werden zu Instrumenten. Ihr Klang ist abhängig von Form und Farbe. Die Utopie der sichtbaren Stimme.</p>
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		<title>ins Ohr 2 &#8211; mantisches Sonar</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 07:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Echo]]></category>
		<category><![CDATA[Ohr]]></category>
		<category><![CDATA[Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Certeau]]></category>
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		<category><![CDATA[Pozzi]]></category>
		<category><![CDATA[Sonar]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Delfine und Fledermäuse, viele Vögel nutzen zur Orientierung ein dem Sonar ähnliches Echosystem. Dabei geht es nicht nur darum, Entfernungen zu messen. Die Tiere malen sich sozusagen Bilder von den Objekten, die sie beschallen. Diese Bilder arbeiten mit unterschiedlichen Schärfeeinstellungen,]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Delfine und Fledermäuse, viele Vögel nutzen zur Orientierung ein dem Sonar ähnliches Echosystem. Dabei geht es nicht nur darum, Entfernungen zu messen. Die Tiere malen sich sozusagen Bilder von den Objekten, die sie beschallen. Diese Bilder arbeiten mit unterschiedlichen Schärfeeinstellungen, d.h. die Objekte sind unterschiedlich genau konturiert. Technische Ortungssysteme versuchen das nachzuahmen und haben etwa bildgebende Verfahren entwickelt, die im Verkehrsbereich oder und in der Erkundung von Wetterphänomenen die gesammelten Signale und Daten grafisch darstellen. Der akustische Raum wird entfaltet und lesbar gemacht. Als Resonanz haben Unschärfen allerdings eine andere Bedeutung als in Bildern. Während dem, der nur hört und nicht sieht, das keine Probleme bereitet, sondern Teil seiner körperlichen Disposition im Raum ist, sorgen bisher alle Versuche, das plan oder dreidimensional zu visualisieren mindestens für Irritationen im Sinnesapparat.</p>
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		<title>Ktesibias</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:54:43 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Akustik]]></category>
		<category><![CDATA[Ktesebias]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>hat sich im dritten Jahrhundert v. Chr. mit der Logik der Aeromechanik beschäftigt und dafür eine Wasserorgel gebaut: Töne werden durch Verdrängung von Luftmasse erzeugt.</p> <p></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>hat sich im dritten Jahrhundert v. Chr. mit der Logik der <strong>Aeromechanik</strong> beschäftigt und dafür eine Wasserorgel gebaut: Töne werden durch Verdrängung von Luftmasse erzeugt.</p>
<p><img class="alignnone" title="Wasserorgel" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2e/Wasserorgel.png" alt="" width="274" height="293" /></p>
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		<title>Worte in der Lufft</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Akustik]]></category>
		<category><![CDATA[Sound]]></category>
		<category><![CDATA[della Porta]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wir beabsichtigen, Worte in der Lufft (ehe sie gehört werden) mit bleyernen Röhren aufzufangen / und so lange verschlossen fortzuschicken / daß endlich / wenn man das Loch aufmacht / die Worte heruasfahren müssen. Denn wir sehen / daß der]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wir beabsichtigen, Worte in der Lufft (ehe sie gehört werden) mit bleyernen Röhren aufzufangen / und so lange verschlossen fortzuschicken / daß endlich / wenn man das Loch aufmacht / die Worte heruasfahren müssen. Denn wir sehen / daß der Schall eine Zeit braucht biß er fortkommt; und wenn er durch eine Röhre gehet / daß er mitten könne verhalten werden.</p></blockquote>
<p>Giambattista della Porta <em>Magiae naturalis libri viginti</em>, 16. Buch (1558)</p>
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		<title>Der Mund entsteht mit dem Schrei</title>
		<link>http://soundpoetik.litradio.net/2011/08/29/der-mund-entsteht-mit-dem-schrei/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 14:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Heiner Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Lessing]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Schneider]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Philoktet]]></category>
		<category><![CDATA[Schrei]]></category>
		<category><![CDATA[Vergil]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Warum hat mir der Gott verweigert Augen Zu sehen meine eignen sehenden Augen Warum dem Augenblick die Dauer? Könnt ich Sein letztes Bild aus deinen Augen graben Dir aus den Ohren seinen letzten Schrei.</p> <p>Philoktet fragt das Unmögliche, schreit ins]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Warum hat mir der Gott verweigert Augen<br />
Zu sehen meine eignen sehenden Augen<br />
Warum dem Augenblick die Dauer? Könnt ich<br />
Sein letztes Bild aus deinen Augen graben<br />
Dir aus den Ohren seinen letzten Schrei.</p></blockquote>
<p>Philoktet fragt das Unmögliche, schreit ins Unendliche und er fragt sich, warum sein Schrei nicht verständlich ist wie ein Wort, wie ein Satz. Es ist unentschieden für ihn, wie dieser Schrei bewertet werden sollte. Es ist unentschieden, was für ein Schmerz die Ursache des Schreis und ob er der Erkenntnis überhaupt zugänglich ist. Lessing hört nicht, wie Vergils Laokoon schreit. Er kann es sehen, es scheint ihm anschaulich. Allein zu hören ist so gar nichts. Also markiert Lessing eine Mediendifferenz. Und für die Ästhetik  unterscheidet er zwischen guten und schlechten Schreien. Was Nietzsche fragen lässt: &#8220;Wohin weist es, daß unsere Cultur gegen die Aeusserungen des Schmerzes, gegen Thränen, Klagen, Vorwürfe, Gebärden der Wuth oder der Demüthigung, nicht nur geduldig ist, daß sie dieselben gut heisst und unter die edleren Unvermeidlichkeiten rechnet? – während der Geist der antiken Philosophie mit Verachtung auf sie sah.&#8221; In Heiner Müllers Version von Sophokles <em>Philoktet</em> wird diese Unterscheidung wieder kassiert. Hier ist Philoktets Schreien das Rauschen des Meeres, Gebrüll in &#8220;weglosem Blau&#8221;. Mediendiffusion, &#8220;Stimmüll&#8221; (Manfred Schneider), depersonalisiert. Wer schreit, spricht nicht, fügt Sprache und Rauschen zusammen. Nicht Lippen und Zunge, nur die Kehle verrichtet ihren Dienst. Ihr entwinden sich tiefste Empfindungen als Schreilaute und formen die Öffnung des Schachts, aus dem es tönt.</p>
<p><a href="http://soundpoetik.litradio.net/wp-content/uploads/2011/08/gebelin.jpg" rel="lightbox[120]" title="gebelin"><img class="alignnone size-medium wp-image-127" title="gebelin" src="http://soundpoetik.litradio.net/wp-content/uploads/2011/08/gebelin-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a></p>
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		<title>hell und dunkel</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 14:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Ovid]]></category>
		<category><![CDATA[Schelling]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Was Sprechen und Gesprochenes miteinander verbindet, ist ihre Unterscheidbarkeit. Sie sind, so Schelling, verbunden in ihrem &#8220;Selbstseyn&#8221; und ihrem &#8220;Nichtselbstseyn&#8221;. Schellings poetische Zeichentheorie zielt auf das Instrument der Stimme. Unterscheidbarkeit und Unterschiedenes sorgen für Steigerungseffekte, für Formierungen, die Unvereinbares verketten]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was Sprechen und Gesprochenes miteinander verbindet, ist ihre Unterscheidbarkeit. Sie sind, so Schelling, verbunden in ihrem &#8220;Selbstseyn&#8221; und ihrem &#8220;Nichtselbstseyn&#8221;. Schellings poetische Zeichentheorie zielt auf das Instrument der Stimme. Unterscheidbarkeit und Unterschiedenes sorgen für Steigerungseffekte, für Formierungen, die Unvereinbares verketten und dabei die Unvereinbarkeit der einzelnen Glieder kenntlich machen, rhythmisch wie auch semantisch.</p>
<blockquote><p>&#8220;Dies ist das große Geheimnis der Articulation, nämlich von der menschlichen Stimme. Das Dunkle und Unverständliche beruht in jenem Sein für uns darauf, daß dieses blose Sein für sich blos Mitlaut ist, der erst mit einem Selbstlauter ausgesprochen wird; daher ist die Schöpfung der Anspruch jenes vernemlichen Seins, das Wort. Das ausgesprochene (reale) Wort aber ist nur in der Einheit von Licht und Dunkel (Selbstlauter und Mitlauter)&#8221;.</p>
<p style="text-align: right;">Schelling, <em>Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit</em></p>
</blockquote>
<p>Die Sprache ist das Ganze, sagt Schelling, in ihr ist alles enthalten, und das Ganze, das Universum ist nur durch die Sprache zu begreifen. Das, was sich begreifen lässt, ist Sprache, es wird ausgesprochen. Der modus loquendi, verstanden auch als medium der klanglichen und lautlichen Flüchtigkeit, umfasst Werden und Vergehen: &#8220;die <em>reale</em> Welt ist das gesprochene-geronnene Wort&#8221;. In dem, was sich so realisiert, drückt sich für ihn unmittelbar ein Ideal aus. Ein Ideales, das stirbt, weil es wie alles vergänglich ist.</p>
<p>Was poetisches Sprechen hervorbringt, ist Sprechen und Sterben. &#8220;Je vollkommener es stirbt – bis herauf zu dem auf den Lippen der Niobe versteinerten laut – desto höher ist die … Kunst in ihrer Art.&#8221; Urplötzlich verstummt Niobe, ihr Schmerz wird zu Marmor. Sie hat ihre Kinder verloren, weil sie hochmütig gewesen sein soll. In ihrer Steinwerdung ist das Vergehen still gestellt. Im Ende, das die Darstellung letzte Unterscheidung formuliert, so Schelling, ist Niobes Schmerz unendlich.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">nullos movet aura capillos, in vultu color est sine sanguine, lumina maestis stant inmota genis, nihil est in imagine vivum. ipsa quoque interius cum duro lingua palato congelat, et venae desistunt posse moveri.</p>
<p style="text-align: right;">Ovid <em>Metamorphosen</em> (6, 303 ff.)</p>
</blockquote>
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		<title>Tonempfindung</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 22:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Schall]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegenwärtig besteht für die theoretische Behandlung der Tonempfindungen wie für die Otologie ein dringendes Bedürfnis nach einem Apparat, der Schall in genau festgelegter Weise erzeugt. <p style="text-align: right;">(Wolfgang Köhler, Über elektromagnetische Erregung des Trommelfelles)</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<div id="entry_901733">Gegenwärtig besteht für die theoretische Behandlung der Tonempfindungen wie für die Otologie ein dringendes Bedürfnis nach einem Apparat, der Schall in genau festgelegter Weise erzeugt.</div>
</blockquote>
<div id="entry_901733">
<div>
<blockquote>
<p style="text-align: right;">(Wolfgang Köhler, <em>Über elektromagnetische Erregung des Trommelfelles</em>)</p>
</blockquote>
</div>
</div>
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		<title>fort</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 22:25:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohr]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Kork]]></category>
		<category><![CDATA[Proust]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein derart völlig Ertaubter aber ergeht sich, da der Verlust eines Sinnes der Welt ebensoviel Schönheit hinzufügt wie seine Wiedererlangung, jetzt auf einer fast paradiesischen Erde, auf der der Klang noch nicht erschaffen ist. <p>Weltinnenraum: Aus der Korkfestung heraus stellt]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<div>Ein derart völlig Ertaubter aber ergeht sich, da der Verlust eines Sinnes der Welt ebensoviel Schönheit hinzufügt wie seine Wiedererlangung, jetzt auf einer fast paradiesischen Erde, auf der der <a href="http://3.bp.blogspot.com/_tjHs5PjaiNs/TTKx_7x3A8I/AAAAAAAAOIQ/9VUlZ1vTPmM/s1600/00000000000000000000000000radio%2Bwaves.jpg" target="_blank" rel="lightbox[76]" title="fort">Klang</a> noch nicht erschaffen ist.</div>
</blockquote>
<p>Weltinnenraum: Aus der Korkfestung heraus stellt sich Proust das Paradies vor, das taub und still ist und alle anderen Sinnesempfindungen speichert und konserviert.</p>
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		<title>ins Ohr 1</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 09:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohr]]></category>
		<category><![CDATA[Sound]]></category>
		<category><![CDATA[Aristophanes]]></category>
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		<category><![CDATA[Mantik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Dinge geben Laut. Mauern, Säulen, Gegenstände. Im antiken Athen gab es an zahlreichen Hauseingängen Hermenpfeiler. Diese wurden en passent genutzt: man legte das Ohr an die Herme und horchte, was sie zu sagen hatte. In den Wolken von Aristophanes]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Dinge geben Laut. Mauern, Säulen, Gegenstände. Im antiken Athen gab es an zahlreichen Hauseingängen Hermenpfeiler. Diese wurden en passent genutzt: man legte das Ohr an die Herme und horchte, was sie zu sagen hatte. In den <em>Wolken</em> von Aristophanes führt Strepsiades das vor. Er nimmt auf diese Weise Kontakt zu dem Gott Hermes auf und stellt ihm eine Frage. Die Frage ebenso wie die Antwort, die Strepsiades zu vernehmen glaubt, sind Teil einer alltäglichen Praxis. Dazu gehören noch weitere Details wie etwa Opfergaben, eine Münze und dergleichen. Man näherte sich ganz dicht der Herme (neben der oft auch ein steinerner Herd und Leuchter standen) und flüsterte seine Frage ins steinerne Ohr. Anschließend, so erzählt Jacob Burckhardt in seiner <em>Griechischen Culturgeschichte</em>, hielt man sich mit den Händen die eigenen Ohren zu und ging davon. Erst nach einer Weile &#8220;nahm man die Hände von den Ohren, und das nächste Wort welches man dann zufällig zu hören bekam, war Weissagung (μαντευμα).&#8221;</p>
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